Aktuelles

Aktuelle Informationen zu den Corona-Hygienemaßmahmen an den bayerischen Schulen (Stand 16.11.22)  

aktualisierte Hygienempfehlungen für Schulen

Schulkodex –
ein Leitfaden für ein gelingendes Miteinander

2. Preis der Beruflichen Schulen beim Wettbewerb des Landesschülerrates
„Lebe Schule respektvoll“

Nach der externen Evaluation im Jahre 2010 setzte sich das gesamte Kollegium des Beruflichen Schulzentrums Hof – Stadt und Land mit der Stärken-/Schwächenanalyse des Evaluationsberichts auseinander. Handlungsfelder und Ziele wurden formuliert, die umgesetzt werden sollten. Diese Sammlung wurde vom QmbS-Team zusammengefasst und geclustert. Anschließend konnte das Kollegium die Schwerpunkte, die als wichtig erachtet wurden, mit Hilfe von Punkten auswählen. Die große Mehrheit entschied sich für die Erstellung eines Verhaltens-Kodex.
Das Ergebnis war für alle transparent. Die meisten Kollegen sahen es als vorrangige Aufgabe an, alle im Schulhaus Weilenden zu einem respektvollen Umgang miteinander zu motivieren. Ein entsprechendes Symbol sollte uns dieses Ziel immer vor Augen halten. Damit wurde ein recht langer und schwieriger Prozess eingeleitet, denn eine Akzeptanz solcher Instrumente in der Schule wird nur dann erreicht, wenn möglichst viele Ideen und Ansichten einfließen, so dass sich ein großer Teil aller am Schulleben Beteiligter mit dem Ergebnis identifizieren kann.
Es folgte eine sehr differenzierte Diskussion, welchen Namen wir diesem Projekt geben könnten. Mit dem Konsens, dass wir Verhaltensregeln aufstellen möchten, die für alle Personen, die am Schulleben beteiligt sind, als richtungsweisend gelten, war der Projektname „Schulkodex“ nur die logische Folge. Er sollte nicht nur für Lehrer sondern auch für Schüler, Sekretariat, Service-Personal, Eltern und Betriebe gelten. Somit wurden auch die SMV-Mitglieder in den Prozess mit eingespannt.
In der Steuergruppe fanden alle Ideen und Gedanken Gehör und wurden an Pin-Wänden festgehalten, sortiert und strukturiert. Hierbei kristallisierten sich allmählich vier Themenschwerpunkte als tragende Verhaltenseckpfeiler heraus.
In der Steuergruppe fanden alle Ideen und Gedanken Gehör und wurden an Pin-Wänden festgehalten, sortiert und strukturiert. Hierbei kristallisierten sich allmählich vier Themenschwerpunkte als tragende Verhaltenseckpfeiler heraus.
Schwierigkeiten machte dabei die Formulierung der Botschaften. So gab es neben allgemeinen Grundsätzen die sogenannten Wir- und Ich-Botschaften. In der Diskussion setzte sich die Meinung durch, dass jeder erst einmal an sich selbst diesen Maßstab der Verhaltensregeln anlegen sollte. Denn mit „Wir“ ist sehr oft nur der Andere gemeint. So wurden alle Botschaften generell  in die „Ich“-Form umgewandelt. Genau diese „Ich“-Form sicherte uns vorrangig den Preis beim SMV-Wettbewerb „Lebe Schule respektvoll“, wie uns ein Mitglied der Jury erklärte.
Dieser Prozess dauerte fast vier Jahre.  Es waren doch viele Meinungen aus drei Schulorten unter einen Hut zu bringen. Abschließend musste noch ein sehr wichtiger Punkt gelöst werden: die Prä-sentationsform. Uns wurde sehr schnell klar, dass die besten Absichten wenig Wirkung entfalten, wenn sie schlecht dargestellt sind. Einige kreative Mitglieder der Steuergruppe setzten sich zusammen und konnten nach einigen Monaten verschiedene Vorschläge unterbreiten. Da der Leuchtturm bereits für die Aufrufe für die Steuergruppensitzungen und das QmbS-Team genutzt wurde, fand dieser Vorschlag die meiste Akzeptanz bei den Teammitgliedern. Auch den Schülern gefiel er am besten. Der Leuchtturm steht als Symbol für Sicherheit und Führung. Der Lichtkegel fokussiert das gewünschte Verhalten in einer bestimmten Situation.
Das letzte Ziel war nun, den Leuchtturm in jedem Klassenzimmer, Sekretariat und Direktorat zu platzieren. So brauchte es einige „Bastler“, die die Tafeln letztendlich stabil zusammenbauten, um sie auch im Schulalltag interaktiv verwenden zu können. Einige Lehrer und die Auszubildenden des Maler- und Lackiererhandwerks unterstützten tatkräftig die Aktion. Im Mai 2015 war es dann endlich soweit: 96 Leuchttürme konnten in Hof, Münchberg und Rehau angebracht werden.

Anfang des Jahres 2015 erfuhren wir über unseren Schul- und Bezirksschülersprecher, Herrn Quarg, Auszubildender Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen, vom Wettbewerb des Landesschülerrates „Lebe Schule respektvoll“. Wir reichten kurz entschlossen dieses Projekt ein. Das Thema war wie für uns bestimmt, denn unser Leuchtturm wurde mit sehr viel Abstimmungsarbeit zwischen allen Beteiligten für den respektvollen Umgang entwickelt. Im täglichen Miteinander passiert es  seitdem immer öfters, dass der Lichtstrahl sowohl von Lehrern, Schülern, Service-Personal usw. – ohne Worte – auf das gewünschte Verhalten gerichtet wird. Beim Schreiben einer Schulaufgabe wäre dann z. B. im Kriterium „Ich achte auf faire Noten“ nicht nur die angemessene Aufgabenstellung des Lehrers beinhaltet, sondern auch die Fairness der Schüler, keine unerlaubten Hilfsmittel einzusetzen.

Die Jury fand, dass wir mit diesem interaktiven Symbol dauerhaft etwas für den respektvollen Umgang im Schulleben beitragen können. So durfte die SMV den zweiten Preis, mit 500 €UR dotiert, für ihre Kasse mit nach Hause nehmen. Die Schülersprecher, das QmbS-Team und die Schulleitung haben sich sehr darüber gefreut. Eine klasse Belohnung für ein bestimmt nachhaltiges Projekt.

OStR Jens Geipel